Marktentwicklung

Weltweit installierte Kapazität (MW) / Neu installierte Kapazität 2001-2009 (MW).

Im Jahr 2010 stieg die weltweit erzeugte Gesamtleistung an Windenergie um 22 Prozent auf 194.390 MW. Die Gesamtzahl der zum Jahresende 2010 weltweit installierten WEA erzeugt jährlich 425 Terrawattstunden (TWh), entsprechend 2,5 Prozent des weltweiten Elektrizitätsbedarfs.

Infolge des durch die weltweite Finanzkrise ausgelösten Investitionsstaus verzeichnete der Weltmarkt für neue WEA  in 2010 einen deutlichen Rückgang und lag mit insgesamt 35.802 MW rund 7 Prozent unter dem Zubau aus dem Jahre 2009 (38.610MW).

Die zehn größten Länder nach installierter Kapazität (MW).

In vielen Ländern lag der Zubau 2010 unter den Neuinstallationen aus dem Jahr 2009. Am bedeutendsten waren die Rückgänge in den USA (-48 Prozent), Spanien (-37 Prozent) und Deutschland (-19 Prozent), das mit insgesamt 27.214 MW installierter Leistung weltweit an dritter Stelle rangiert. Den stärksten Zubau konnte China verzeichnen. Im Jahr 2010 wurden WEA mit einer kumulierten Kapazität von 16.500 MW installiert. Damit hat China die USA als führende Windkraftnation mit insgesamt 42.287 MW abgelöst. Die nach diesem Ranking fünf größten Länder (China, USA, Deutschland, Spanien und Indien) repräsentieren 74 Prozent der weltweit installierten Kapazität.

Relativ betrachtet ist die Windenergie in einigen Ländern und Regionen zu einer tragenden Säule der Stromversorgung geworden. In Dänemark werden rund 21 Prozent der insgesamt erzeugten Elektrizität durch Windkraft bereit gestellt, in Portugal sind es etwa 15 Prozent, in Spanien 14 Prozent und in Deutschland 7,5 Prozent. In den USA hingegen liegt der Anteil der Windkraft an der Stromproduktion noch unter 1 Prozent.

In der deutschen Windindustrie haben mittelständische Unternehmen des klassischen Maschinenbaus neue Geschäftsfelder erschlossen, unter ihnen Getriebe- und Generatorenhersteller, Lagerhersteller, Schmieden und Gießereien. Planungs- und Ingenieurbüros haben sich auf die Windindustrie fokussiert, ebenso Unternehmen in den Bereichen Installation, Service und Wartung. Den größten Teil der Wertschöpfung erzielen in der deutschen Windbranche Hersteller von WEA und Komponenten.

Auf dem Weltmarkt nimmt die deutsche Windindustrie eine technologische Spitzenposition ein. Deutsche Hersteller exportieren weltweit komplette Antriebssysteme, Schlüsselkomponenten oder Systeme zur Zustandsüberwachung (Condition Monitoring Systems - CMS). Sowohl ganze Anlagen als auch einzelne Komponenten werden in Deutschland entwickelt, gefertigt und rund um den Globus exportiert. Im Jahr 2009 erwirtschafteten deutsche Hersteller und Zulieferer 75 Prozent ihres Umsatzes über den Export. Deutsche Experten besitzen zudem umfassendes Know-how im Bereich der Planung und Projektierung, bei der Windmessung und der technischen Verbesserungen zur Optimierung der WEAs. Deutschland ist nicht nur Heimatmarkt, sondern auch Schaufenster für innovative Technologien und Netzintegration mit einem hohen Anteil an Windstrom.

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