Marktentwicklung

Die Wasserkraft ist mit über hundert Jahren die älteste Technologie zur Stromerzeugung.

2008 wurden fast 16 Prozent der weltweit erzeugten Elektrizität aus Wasserkraft gewonnen – insgesamt 3.288 Terrawattstunden (TWh). In den meisten OECD-Ländern hat die Wasserkraft jedoch ihre Kapazitätsgrenze erreicht. So stieg die Stromproduktion aus Wasserkraft zwischen 1990 und 2009 in der OECD um 0,5 Prozent, während die Produktion aus sonstigem Erneuerbaren-Strom um 6,6 Prozent zunahm. Im Jahr 2009 nahm Strom aus Wasserkraft in der OECD einen Anteil von rund 73 Prozent an der gesamten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ein; im Vorjahr waren es noch rund 75 Prozent. In 2009 wurden in der OECD insgesamt 1.287 TWh Strom aus Wasserkraft erzeugt, wobei die größten Strommengen in Kanada, den USA und Norwegen produziert wurden.

Bereits seit 2001 steigt die Stromerzeugung aus Wasserkraft in OECD-Ländern weniger stark als in Nicht-OECD-Ländern, in denen attraktive Bedingungen für die Neuerrichtung von Wasserkraftanlagen bestehen. So betrug die Wachstumsrate für Strom aus Wasserkraft in Nicht-OECD-Ländern im Zeitraum von 1990 bis 2008 3,7 Prozent. Besonders stark war das Wachstum in Asien, insbesondere in Vietnam (9,2 Prozent), China (8,9 Prozent) und Myanmar (7%); darüber hinaus in Afrika, hier vor allem in Mosambik (24,7 Prozent) und Angola (9,7 Prozent); sowie in der Dominikanischen Republik (9,3 Prozent). In Lateinamerika stieg die erzeugte Strommenge ebenfalls deutlich. Es ist zu erwarten, dass die dort bestehenden Potenziale weiter erschlossen werden.

In Deutschland betrug die gesamte installierte Leistung aus Wasserkraft Ende 2010 etwa 4.780 Megawatt (MW) aus rund 7.700 Wasserkraftwerken. In 2010 wurden etwa 19.694 Gigawattstunden (GWh) Strom aus Wasserkraft erzeugt, etwa 3,3 Prozent mehr als in 2009. Strom aus Wasserkraft nahm damit in Deutschland im Jahr 2010 wie bereits im Vorjahr einen Anteil von 3,3 Prozent des Endenergieverbrauchs ein. Zum Jahresende 2010 beschäftigte die Branche in Deutschland rund 7.600 Personen. In die Errichtung von Anlagen wurden 70 Millionen Euro investiert.

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