Rahmenbedingungen

Mit der Substitution von Erdölimporten durch biogene Rohstoffe können langfristig Energiesicherheit und stabile Energiepreise als Basis für eine prosperierende wirtschaftliche Entwicklung gewährleistet werden. Allerdings werden die Herstellungskosten von Biokraftstoffen und damit deren Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Handel ganz maßgeblich von der Preisentwicklung der Agrarrohstoffe beeinflusst. Zudem unterstützt die gesetzliche Verankerung von nationalen Quoten für Biokraftstoffe die Etablierung eines verlässlichen globalen Biokraftstoffmarkts.
In der Europäischen Union legt die EU-Richtlinie 2009/28/EG fest, dass bis 2020 zehn Prozent des Kraftstoffverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt werden müssen. Die europaweite Markteinführung von Biokraftstoffen im Verkehrssektor wurde ebenfalls maßgeblich durch die EU-Direktive 2003/30/EG vom Mai 2003 vorangetrieben. Dort wurden indikative Ziele für zum Transport bestimmte Kraftstoffe aus biogenen und anderen erneuerbaren Quellen von 2 Prozent zum 31. Dezember 2005 und 5,75 Prozent zum 31. Dezember 2010 für alle EU-Mitgliedsstaaten definiert. In Deutschland wurden im Jahr 2010 bereits 5,8 Prozent des Kraftstoffverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt.

Regierungen weltweit fördern die Herstellung von Biokraftstoffen zudem durch steuerliche Vergünstigungen oder Investitionsanreize. Insbesondere in Zeiten hoher Ölpreise haben Biokraftstoffe in vielen Ländern Konjunktur.

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